Homöopathische Behandlung chronischer Sinusitis

 

Die Patienten mit chronischer Sinusitis klagen über eine verstopfte Nase, häufige Oberkieferschmerzen beidseits und Schleimfluss die Rachenhinterwand hinunter. Gelegentlich ist auch ein Niesreiz dabei. Ursächlich ist häufig eine allergische Diathese, ein Nasentropfenabusus oder auch eine Aspirinintoleranz.

 

Erstbehandlung:

Die Nasennebenhöhlen hängen mit den Bronchien und mit dem Darm zusammen. Durch häufige antibiotische Behandlung wird die Dickdarmflora zerstört, was zu einer Dysbiose führt. Dies verschlechtert dann die Nasennebenhöhlenentzündung. Hier ist ideal eine Erstbehandlung mit ausleitenden Homöopathika. Ich gebe dazu einmalig Nux vomica D200 (5 Globuli), anschließend Okoubaka D3 (3x5 Globuli) für ca. drei Monate.

 

Weiterbehandlung bei chronischer Sinusitis:

Hier kommt selbstverständlich die klassische Homöopathie in Frage, allerdings habe ich oft mit einer bewährten Indikation bessere Erfolge: Kalium bichromicum D12, Luffa D12, Allium cepa D4 Dil., Sulfur jodatum D6, ana partes ad 80,0, 3x5 Tropfen vor den Mahlzeiten.

Diese Tropfenmischung wirkt gleichzeitig auf Nase, Nasennebenhöhlen und Dickdarm, nach zwei Monaten ist von einer wesentlichen Besserung auszugehen. Es dürfen aber während dieser Zeit keine Antibiotika und keine abschwellenden Nasentropfen verabreicht werden, auch nicht im Ausnahmefall.

 

Rhinosinusitis polyposa

Häufig finden sich echte Nasenpolypen, hervorgerufen durch eine chronische Entzündung im Siebbeinbereich. Diese lassen sich meistens relativ gut mit Marum verum D12 (2x5 Globuli tgl.) über drei Monate behandeln, gleichzeitig mit einer Nasensalbe (Marum verum D1 10 ml, Eucerini anhydr. ad. 50,0, M.f.ungt. Nasensalbe). Die Behandlung ist meistens sehr langwierig, aber sehr erfolgreich. Patienten mit dieser Erkrankung dürfen keinesfalls Acethylsalicylsäurehaltige Präparate einnehmen. Nach drei Monaten gebe ich Marum verum D30 (5 Globuli pro Woche), andererseits kommt auch der Sinusitis-Cocktail (siehe oben) zwischendurch in Frage. Als Alternativmittel wird auch Thuja in Q-Potenzen verabreicht.

 

Allergien und chronische Sinusitis

Hier ist die Behandlung der Allergien vorrangig. Auch dies gelingt hier häufig mit homöopathischen Medikamenten, hier kann allerdings nicht ein spezielles Schema angegeben werden, da dies von der Art der Allergie abhängt.