HNO-Krankheiten nicht nur bei Kindern homöopathisch erfolgreich therapieren.

Viele Krankheiten des HNO-ärztlichen Fachgebietes lassen sich recht einfach homöopathisch behandeln. Hierzu gehören insbesondere akute Infektionskrankheiten der oberen Luftwege. Kinder, die in jungen Jahren relativ häufig derartige Infekte haben, lassen sich besonders gut homöopathisch therapieren. Dies sei an einigen Beispielen erläutert:

Akuter fieberhafter Infekt

Hier kommt als erstes Mittel Aconitum napellus D30 in Frage.

Man gibt 3x5 Globuli in Abstand von zwei Stunden, danach muß ein anderes Mittel folgen. Aconit ist ein Anfangsmittel. Es eignet sich sehr gut für Krankheiten die nachts ohne Vorwarnung plötzlich auftreten und mit Fieber verbunden sind. Wenn Ihr Kind nachts aufwacht, schreit und heiß ist, ist als erstes immer Aconit angezeigt.

Akute Mittelohrentzündung bei Kindern

Sie ist ebenfalls sehr einfach homöopathisch zu behandeln. Hier gibt man zunächst Aconit D30, wie oben beschrieben, dann folgt Pulsatilla D2, alle 2 Std. 5 Globuli. Dauert die Mittelohrentzündung länger als zwei Tage, sollte unbedingt auch ein Arzt aufgesucht werden, da im Extremfall Komplikationen drohen können. Diese sind allerdings selten und treten in der Regel erst nach zwei Wochen auf.

Zahnungsbeschwerden der Kleinkinder

Oft sind die Eltern genervt, wenn der Nachwuchs Zähne bekommt. Typischerweise sind diese Kinder schlecht gelaunt, schreien ständig und wollen auf dem Arm herumgetragen werden. Sobald man sie hinlegt, geht das Geschrei los. Auffallend ist eine rote Backenhälfte und eine blasse. In diesem Fall hilft Chamomilla D6 Globuli (3x5 Kügelchen vor dem Essen lutschen).

Akute Angina

Eine akute Mandelentzündung mit Fieber ist ebenfalls homöopathisch sehr oft schnell in den Griff zu bekommen. Man gibt in diesem Fall Belladonna D30,(3x5 Kügelchen im Abstand von 12 Stunden), anschließend Mercurius solubilis D12 (3x1 Tbl. täglich). Sollte nach zwei Tagen keine Besserung aufgetreten sein, muß unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Bei der akuten Angina machen Ärzte oft Angst wegen der Folgekrankheiten wie Rheuma, Herz- und Nierenerkrankungen. Diese Folgeerkrankungen treten extrem selten auf und lassen sich durch Antibiotika nach neueren Untersuchungen nicht verhindern. Dieses ist also kein Argument für häufigen Antibiotikaeinsatz.

Akute Nebenhöhlenentzündung

Die akute Entzündung, insbesondere der Kieferhöhlen, läßt sich einfach homöopathisch behandeln. Hierzu gibt man Aconit D30 (3x5 Kügelchen im Abstand von zwei Stunden), anschließend Cinnabaris D3 (3x1 Tbl. täglich).

Zusätzlich sind Inhalationen mit Emser Salz und Rotlichtbestrahlungen günstig.

Auch hier sind praktisch nie Antibiotika erforderlich. Nach einer Woche sollte die Nebenhöhlenentzündung ausgeheilt sein.

Akuter grippaler Infekt

Insbesondere im Winter treten häufig grippale Infekte mit Gliederschmerzen und allgemeinem Unwohlsein auf. Auch hier ist die Gabe von Aconit D30 (3x5 Kügelchen im Abstand von zwei Stunden) manchmal günstig, anschließend gibt man Bryonia D3 (jede Stunde 10 Tropfen oder 5 Kügelchen). Der grippale Infekt läßt sich deutlich abkürzen. Antibiotika sind bei einem grippalen Infekt praktisch nie angezeigt, da es sich um eine virale Erkrankung handelt.

Überlastungssituationen

Im Falle einer Überlastung durch Arbeit oder in psychischem Stress ist häufig eine Behandlung mit Cocculus D6 angezeigt (3x1 Tbl. täglich). Dies kommt insbesondere dann in Frage, wenn Mütter ihre Säuglinge stillen und nachts kaum durchschlafen können. Cocculus ist auch bei allen möglichen Schwindelbeschwerden das Mittel der Wahl.